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Neuer Betriebskindergarten entsteht in Eilendorf

Aachen, 28.09.2012 Im Gewerbegebiet Eilendorf-Süd wird ein Betriebskindergarten entstehen. Vier Unternehmen planen mit Unterstützung der Stadt Aachen gemeinsam den Bau einer sechsgruppigen Einrichtung für 70 Kinder auf einem 4500 Quadratmeter großen Grundstück an der Kellershausstraße Ecke Kaubendenstraße. Momentan werden im Rahmen einer Mehrfachbeauftragung Investoren und Architekten ausgewählt, die das rund drei Millionen Euro teure Gebäude entwerfen und errichten sollen. „Für den Wirtschaftsstandort Aachen spielt die Kinderbetreuung und damit die Vereinbarkeit von Beruf und Familie eine große Rolle“, erklärte Oberbürgermeister Marcel Philipp auf einer Pressekonferenz am Donnerstag im Couven-Museum. Die Betriebskindertagesstätte sei eine von mehreren Maßnahmen, um dem Problem des Fachkräftemangels zu begegnen, das immer stärker werde. Es trage darüber hinaus „Modellcharakter für weitere Vorhaben“, so Philipp.

Die vier beteiligten Unternehmen - Grünenthal, FEV, Dr. Babor und Blitzschutzbau Rhein-Main Adam Herbert – haben bereits einen Träger gefunden, der bundesweit eine große Erfahrung beim Betrieb von unternehmenseigenen Kindertagesstätten besitzt: die Educcare gGmbH. Auch wenn der erste Spatenstich erst im nächsten Frühjahr, die Fertigstellung nicht vor Ende 2013 erwartet wird, so sind viele der 70 Plätze schon vergeben. „Der Bedarf ist sehr groß“, erklärte Oliver Lamm aus der Personalabteilung der Grünenthal GmbH. Die vier Unternehmen beschäftigen insgesamt rund 3.500 Mitarbeiter. „Bei Grünenthal sind über hundert Stellen unbesetzt. Um für neue Mitarbeiter attraktiv zu sein, möchten wir eine betriebsnahe Kinderbetreuung sicherstellen“, erläuterte Dr. Heinz-Gerd Suelmann, Executive Vice President Global Human Resources bei Grünenthal. Ähnlich äußerte sich Dr. Ernst Scheid, Geschäftsführer der FEV GmbH: „Unser Standort in Aachen wird damit deutlich aufgewertet.“

Für Beate Metzen, Personalleiterin bei Dr. Babor GmbH, ist es wichtig, „dass Frauen nach der Geburt ihres Kindes bald in den Beruf zurückkehren. Das Knowhow darf nicht verloren gehen“, sagte sie. Eine Betreuung für Kinder unter drei Jahren zu finden sei für viele Mitarbeiter das größte Problem. Dem wird bei der neuen Betriebs-Kita Rechnung getragen: 50 der 70 Plätze sind für diese Altersgruppe vorgesehen. Dieser hohe Anteil repräsentiere den Bedarf, bestätigt Sabine Fischer, Leiterin der Abteilung Kitas, OGS und Tagespflege beim Fachbereich Kinder, Jugend und Schule der Stadt Aachen: „Eltern fragen gezielt nach U3-Plätzen in Arbeitsplatznähe nach. Die neue Betriebskita führt zu zufriedenen Kindern und zufriedenen Familien, sie ist für Kinder, Eltern und Unternehmen ein Gewinn.“ Der Fachbereich Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen unterstützt die Gründung des Betriebskindergartens: „Mit einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf tragen wir zur Personalgewinnung bei. Gleichzeitig ist diese neue Einrichtung ein Bestandteil der Personalbindung, wo wir verstärkt tätig sein werden“, sagte Dieter Begaß, Leiter des Fachbereichs.

Die neue Betriebs-Kindertagesstätte wird ähnlich wie städtische Einrichtungen über einen städtischen und einen Landes-Anteil sowie über Elternbeiträge finanziert, die beteiligten Unternehmen engagieren sich jedoch auch darüber hinaus. Der Träger, die Educcare gGmbH, wird die Einrichtung zweisprachig führen – englisch und deutsch. „Wir haben in unseren anderen Kindertagesstätten gesehen, dass es funktioniert. Die Arbeitszeiten steigen, die Mitarbeiter können sich besser auf ihre Arbeit konzentrieren“, erklärt Marcus Bracht, Geschäftsführer der Educcare gGmbH. Und noch einen weiteren Effekt konnte er feststellen: „Die Familienplanung wird erweitert.“

Bildmaterial

Das angehängte Foto stellen wir Ihnen zur honorarfreien Veröffentlichung im Rahmen Ihrer Berichterstattung zur Verfügung.

Es zeigt von links nach rechts: Sabine Fischer (Stadt Aachen), Oliver Lamm, Dr. Heinz-Gerd Suelmann und Sigrid Nachtigahl (alle Grünenthal), Dr. Ernst Scheid (FEV), Anne Krämer (Blitzschutzbau Rhein-Main Adam Herbert GmbH), Beate Metzen (Dr. Babor Cosmetics, vorne im Bild), Dieter Begaß (Leiter des Fachbereichs Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen), Winfried Kranz (Abteilungsleiter Wirtschaft und Arbeit beim Fachbereich Wirtschaftsförderung und Europäische Angelegenheiten der Stadt Aachen, vorne im Bild), Oberbürgermeister Marcel Philipp, Marcus Bracht (Educcare gGmbH). Foto: Nicole Kuhn/Stadt Aachen.

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